Freitag, 02.09.

  • 19.00 Uhr
    [M]Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    Offenes Antifa-Treffen der AIHD

    In Heidelberg findet jeden ersten Freitag im Monat ein Offenes Antifa Treffen (OAT) statt.

    Das Treffen organisiert sich emanzipatorisch und frei von Hierarchien. Das heißt, auch du kannst vorbeikommen und dieses Treffen mitgestalten egal wie alt du bist oder woher du kommst.

    Hier besteht Freiraum zum politischen Austausch und zur Diskussion außerhalb des Mainstreams

Sonntag, 04.09.

  • 13.00 Uhr
    Heidelberg/Mannheim

    contra.funk - Sendung der Radiogruppe des Autonomen Zentrums (im Exil) Heidelberg

    Wie jeden ersten Sonntag im Monat senden wir live auf dem bermuda.funk - Freies Radio Rhein-Neckar. Die Frequenzen sind 89,6 (MA) und 105,4 (HD), 107,45 MHz via Kabelempfang sowie im Livestream unter http://streaming.fueralle.org:8000/bermudafunk.ogg.m3u. Bei Fragen und Problemen zum Empfang der Sendung gibt es beim bermuda.funk eine Seite: http://www.bermudafunk.org/stream.html.

    http://www.myspace.com/contrafunk

  • 20.00 Uhr
    Cafe Gegfendruck, Fischergasse 2, Heidelberg

    Lecker Essen und Kneipe

    Lecker Essen und Kneipe. Hier könnt ihr euren Sonntag ausklingen lassen, bei gutem Essen zu sozialen Preisen und ,,netten" Leuten.

Montag, 05.09.

  • 19.00 Uhr
    Gaststätte "Zur Pfalz", Heidelberger Straße 12, in Mauer

    "S21 und die Volksabstimmung" in Mauer

    Am Montag, den 05. September 2011, lädt DIE LINKE zu einem Diskussionsabend zum Thema "Stuttgart 21 und die Volksabstimmung" ein. Beginn ist um 19 Uhr in der Gaststätte "Zur Pfalz", Heidelberger Straße 12, in Mauer. Referent ist der Kreisrat der LINKEN, Dr. Edgar Wunder, der auch bei Mehr Demokratie e.V. tätig ist.

Dienstag, 06.09.

  • 16.00 Uhr
    [M]Zentrales Fachschaften-Büro, Albert-Ueberle-Straße 3-5
  • 19.30 Uhr
    [M]Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    Vortrag und Diskussion: Zur Kritik des (Kultur-)Relativismus und Konstruktivismus

    Seit einigen Jahren sind für viele Linke zunehmend Positionen interessant geworden, die sich im Rahmen des Poststrukturalismus und der postcolonial studies bewegen. Kennzeichnend für diese Positionen sind kulturrelativistische und sozialkonstruktivistische Grundannahmen, die davon ausgehen, dass sich Gesellschaften ihre Realität auf je spezifische Weise „konstruieren“. Mit diesem Vortrag werden wir, ausgehend von Theoretiker_innen, die in der Linken wenig Beachtung finden (unter anderem Thomas Nagel, Donald Davidson und Paul Boghossian), diese Grundannahmen kritisieren. Im Anschluss wollen wir gemeinsam mit Euch die daraus resultierenden Konsequenzen für eine antirassistische und antisexistische Politik diskutieren.

  • 20.00 Uhr
    Vater Rhein,Untere Neckarstraße 20 69117 Heidelberg

    DiePartei Stammtisch

    Hallo liebe PARTEIfreundinnen und –freunde!

    Morgen treffen wir uns zum Stammtisch im Vater Rhein Untere Neckarstraße 20 69117 Heidelberg.

    Gemeinsam wollen wir unser Programm erweitern und Aktionen und Agitationspläne für die nächsten Monate planen/erstellen!

    Wir treffen uns wie immer um 20:00 Uhr!

    Freunde und Sympathisanten sind herzlichen willkommen!

Mittwoch, 07.09.

  • 19.30 Uhr
    [M]Buchhandlung Himmelheber, Theaterstraße 16

    "Rüstungsexporte in die Krisenregion Mexiko?" mit Maria-Eugenia Lüttmann-Valencia

Donnerstag, 08.09.

  • 16.30 Uhr
    Treffpunkt vor der Luzenbergschule in Mannheim

    Botanisch-naturkundliche Führung auf der Friesenheimer Insel

    Anfahrt mit Zug oder Straßenbahn (Vom Hauptbahnhof oder Paradeplatz Nr 3 Richtung Sandhofen oder Nr 1 Richtung Schönau, Luzenberg aussteigen, die Schule ist das Gebäude mit dem auffälligen Wasserturm) Zwischen den grossflächigen Industriegebieten der Friesenheimer Insel finden sich zahlreiche versteckte Naturparadiese: Urwälder, Traumstrände an blauen Lagunen, die höchsten Berge Mannheims oder naturnahe Wiesen beherbergen zahlreiche Arten, welche landesweit fast ausgestorben sind. Doch auch in der Umgebung von Fabriken, Hafenbecken, Mühlen, Uferdämmen oder Bahngleisen entdeckt man viele zoologische und botanische Seltenheiten. Einige haben hier trotz der Eingriffe des Menschen überlebt, andere vielleicht gerade deswegen und zahlreiche weitere sind erst durch Industrie und Verkehr in unsere Gegend gebracht und hier vheimisch worden. Daher werden wir auf dieser Wanderung eine Mischung naturnaher und öffentlich zugänglicher industrienaher Lebensräume besuchen und feststellen, dass beide oft nicht so einfach voneinander zu trennen sind.

  • 18.00 Uhr
    [M]Zentrales Fachschaften-Büro, Albert-Ueberle-Straße 3-5

    Lesekreis Kritische Bildungswissenschaft

Freitag, 09.09.

  • 20.00 Uhr
    Cafe Gegendruck, Fischergasse 2, Heidelberg

    Filmabend zu Verschwörungstheorien

    Filmabend zu Verschwörungstheorien: Der 11. September, Freimauerer, South Park, Nazi-Ufos und was der Mossad damit zu tun hat, 20:00

Mittwoch, 14.09.

  • 20.00 Uhr
    MGH - Heinrich-Fuchs-Str. 85

    Vernetzungstreffen US-Flächen

    Bis 2015 werden durch den Abzug der US-Truppen in Heidelberg über 2000 Wohnungen frei, das ganze auf einer Fläche, die etwa doppelt so groß wie die Altstadt ist. Auf diesen US-Konversionsflächen sind viele unterschiedliche Projekte möglich, denn Hunderte von Gebäuden und großen Grünflächen werden frei. Wir treffen uns, um die Verwirklichung ganz unterschiedlicher Ideen anzupacken, z.B. gemeinschaftliche Wohnprojekte, selbstverwaltete Kulturprojekte, alternativer Stadtteil und andere Idee... Wer sich mit anderen Menschen in Heidelberg vernetzen oder nur mal reinschnuppern will, ist herzlich eingeladen!

Donnerstag, 15.09.

  • 18.00 Uhr
    [M]Zentrales Fachschaften-Büro, Albert-Ueberle-Straße 3-5

    Lesekreis Kritische Bildungswissenschaft

  • 18.00 Uhr
    Mannheim, Georg-Lechleiter-Platz, Schwetzinger Straße

    Gedenkfeier für die Lechleiter-Widerstandsgruppe

  • 19.00 Uhr
    Prisma Mehrgenerationenhaus, Richard Wagner Straße 6, Heidelberg.

    Solidarische Landwirtschaft in der Region

    Zukunftschance für bedrohte Landwirte -- hochwertige Lebensmittel für die Verbraucher Heidelberger Gruppe initiiert Solidarische Landwirtschaft ("Solawi") in der Region

    Viele Landwirte müssen aufgrund der globalisierten Nahrungsmittelproduktion ihre Höfe aufgeben: Klimafeindlich produzierte, oft um den halben Globus transportierte Lebensmittel werden in Discountläden zu Dumpingpreisen angeboten und drängen regionale, qualitativ hochwertige Produkte vom Markt. Als kritischer Bürger stellt man sich oft die Frage, wie kann ich daran etwas ändern? Wie kann ich Einfluss auf die Bundespolitik nehmen, damit vernünftige Gesetzesänderungen durchgeführt werden? Und wie sollen solche Gesetze aussehen? Doch das Problem kann lokal viel einfacher gelöst werden: In Heidelberg hat sich eine Gruppe von Menschen zusammengefunden, um mit einem Bauernhof eine Solidargemeinschaft zu gründen. Die Mitglieder finanzieren durch monatliche Beiträge die Gesamtkosten der Landwirtschaft, die ökologisch und klimagerecht produzierte Ernte wird unter allen aufgeteilt. Bereits existierende Solidarhöfe in Deutschland und vielen anderen Ländern zeigen, dass sich dieses Modell bestens bewährt hat. Die Chancen stehen gut, das Projekt im Raum Heidelberg noch in diesem Jahr starten zu können.

Sonntag, 18.09.

  • 20.00 Uhr
    [M]Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    Kiss the Cook - Vokü des Antifa AK

    Wie jeden dritten Sonntag im Monat kocht der Antifa AK im Café Gegendruck veganes Essen. Außerdem hat der Infoladen geöffnet und lädt zum Stöbern ein. Die Vokü und die Info-Kneipe sind rauchfrei.

    http://www.antifa-ak.de

Dienstag, 20.09.

  • 19.00 Uhr
    Jugendkulturzentrum FORUM, Mannheim

    "Arbeitsplatz: Callcenter"

    Was genau sind CallCenter und wie sehen die Arbeitsbedingungen in ihnen eigentlich aus? Von Arbeiterseite aus werden CallCenter oft als eine Dienstleistungshölle bezeichnet, in denen die dort Arbeitenden wie in Legebatterien zusammengepfercht sind und am laufenden Band KundInnen über Telefon bedienen müssen. Die Kapitalseite spricht dagegen davon, dass wir Call Center als "neuen Service" brauchen und verpackt dabei den Kapitalismus wieder einmal als moderne "Dienstleistungsgesellschaft".

    Der Referent hat bis vor kurzem vier Jahre in einem CallCenter gearbeitet und sich gemeinsam mit anderen "CallCenter-AgentInnen" in der Betriebsgruppe "Telefonzelle Münster" organisiert.

    Veranstalter:
    UbALuMa (Initiative für eine Unabhängige Basisgewerkschaft Ludwigshafen Mannheim)

Mittwoch, 21.09.

  • 18.00 Uhr
    Zeitungsleser (Hauptstraße/St. Anna-Gasse)

    Kundgebung gegen die Hinrichtung von Troy Davis

    Heute ab 18:00 Uhr versammeln wir uns beim Zeitungsleser in Heidelberg - Hauptstraße/Ecke St. Anna-Gasse

    Wie überall in den USA wollen auch wir unsere Wut und unsere Trauer über diesen angekündigten Justizmord auf die Straße tragen.

    Protestiert gegen den Skandal einer angekündigten Hinrichtung! Senator Vincent Fort aus Georgia hat das Gefängnispersonal zum Streik aufgerufen.

    Troy Davis dankt allen seinen UnterstützerInnen. "Dieser Kampf ist für alle Troy Davise, die vor mir kamen und die nach mir kommen werden"

    Lasst uns gemeinsan die Hinrichtung von Troy Davis verhindern. Abschaffung der Todesstrafe weltweit!

Donnerstag, 22.09.

  • 18.00 Uhr
    [M]Zentrales Fachschaften-Büro, Albert-Ueberle-Straße 3-5

    FÄLLT AUS: Lesekreis Kritische Bildungswissenschaft

    Wegen der Podiumsdiskussion des AK Spitzelklage fällt der Lesekreis aus.

  • 19.30 Uhr
    Volkshochschule Heidelberg

    Podiumsdiskussion Schwarze Spitzel - grüne Spitzel?

    Schwarze Spitzel - grüne Spitzel? Die LKA-Spitzelaffäre, fehlende Aufklärung und die neue Landesregierung

    Die baden-württembergischen LKA-Spitzelaffäre und ihre immer noch ausstehende Aufarbeitung um Ende des Jahres 2010 war der Verdeckte Ermittler des LKA Simon Bromma enttarnt worden, der über fast ein Jahr hinweg die gesamte linke und alternative Szene in Heidelberg ausspioniert hatte. Die AIHD hatte im Verlauf ihrer Recherchen, die von der Landesregierung nach Kräften behindert wurden, öffentlich gemacht, dass der Spitzelskandal noch weit größere Ausmaße hatte und zwei weitere LKA-Spitzel mit Simon Bromma eingesetzt wurden. Auf dem Podium wollen wir diskutieren, was der Aufarbeitung der Polizeiskandale des vergangenen Jahres eigentlich entgegensteht und wie es unter der neuen Regierung um BürgerInnenrechte, Datenschutz und Meinungsfreiheit bestellt ist.

    Als PodiumsteilnehmerInnen sind vorgesehen: - Martin Heiming, Vorsitzender des Republikanischen Anwaltsvereins und Herausgeber des Grundrechtereports - Michael Csaszkóczy, Mitglied der Antifaschistischen Initiative Heidelberg - Jasper Metzbaur, Betroffener der Bespitzelung durch den Staatsschutzbeamten Simon Bromma - N.N., Mitglied der Landtagsfraktion der SPD Baden-Württemberg (angefragt) - N.N., Mitglied der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen

Freitag, 23.09.

  • 17.30 Uhr
    Bismarkplatz, Heidelberg

    Kundgebung Antirepression HD

    Antirepressions-Kundgebung mit Bezug zum Einsatz des verdeckten Ermittlers Simon Brenner.

  • 20.00 Uhr
    [M]Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    Mobilisierungsveranstaltung zu "Aus/Grenzen Auf/brechen" am 24.9. in Mannheim

Samstag, 24.09.

  • 12.00 Uhr
    Planken Mannheim

    "Aus/Grenzen auf/brechen" -- Demo gegen staatlichen Rassismus

    Aus / Grenzen Auf / brechen

    Antirassistische Demo in Mannheim

    Politische Verfolgung, Krieg, Hungersnot, Umweltkatastrophen, Menschenrechtsverletzungen, Frauenunterdrückung: Die Ursachen für die Flucht sind vielfältig, aber immer wird die Flucht als letzter Ausweg in einer existenz- und lebensbedrohenden Situation gesehen. Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den Herkunftsländern der Flüchtlinge sind meist eng verknüpft mit der Politik und den strategischen und wirtschaftlichen Interessen der Industriestaaten. Der Kampf um Rohstoffe und Märkte, das Streben nach Profit und die Durchsetzung der wirtschaftlichen und strategischen Interessen auch mit dem Mittel des Krieges führen für immer mehr Menschen weltweit zu Armut und Entrechtung und beraubt sie ihrer Lebensperspektive.

    Während auch die BRD mitverantwortlich für die Fluchtursachen ist, wurde das Recht auf Asyl und Schutz vor Verfolgung immer mehr ausgehöhlt. Deutschland gehört innerhalb der EU zu den Hardlinern in Sachen Flüchtlings- und Migrationspolitik. Willkommen sind nur diejenigen, deren Anwesenheit "profitversprechend" ist, wie z.B. im Ausland ausgebildete SpezialistInnen. Bleiben darf, wen die Wirtschaft braucht. Ansonsten ist Abschreckung das Leitmotiv deutscher und EU-weiter Flüchtlingspolitik. Das Abwehrsystem an den Außengrenzen der EU wird immer weiter ausgebaut. Die Gründung von Frontex (Europäische Grenzschutz-Agentur) 2005 hat zu einer weiteren Militarisierung in diesem Bereich geführt. Jedes Jahr ertrinken deshalb Tausende auf der Flucht über das Mittelmeer, ersticken Menschen in ihren Verstecken auf Lastwagen, werden Flüchtlinge an der Grenze festgenommen und abgeschoben, ohne ihre Asylgründe überhaupt zu prüfen. Das Mittelmeer ist zum Massengrab für Flüchtlinge geworden. Anfang August 2011 mussten wieder einmal 100 Menschen im Mittelmeer sterben, weil sich ein in der Nähe befindliches NATO-Schiff weigerte, ihnen zu Hilfe zukommen!

    Der Krieg gegen die Flüchtlinge wird nicht nur an den Außengrenzen der BRD und EU geführt, sondern ist Alltag in der BRD selbst. Haben es Flüchtlinge geschafft, in die BRD zu kommen, bestimmt fortan Ausgrenzung ihre Situation: Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Arbeitsverbote, Asylbewerberleistungsgesetz, Angst vor Abschiebungen und Abschiebehaft. Seit Jahren wird die "Ausländerpolitik" verschärft und legitimiert gesetzlich die Diskriminierung der MigrantInnen und Flüchtlinge. Politisch und sozial sind sie weitgehend rechtlos.

    Die Landesregierung in Baden Württemberg war seit 1980 Vorreiter für die Lagerpolitik und die Absenkung der Leistungen für Flüchtlinge unter das Sozialhilfeniveau. Seit dieser Zeit werden Flüchtlinge in "Asylbewerberheimen", wie die Lager beschönigend umschrieben werden, untergebracht. In den Lagern herrschen vielfach unzumutbare und entwürdigende Bedingungen, wie z.B. Fehlen jeglicher Privatsphäre und Leben auf Jahre in Mehrbettzimmern. Die Lager liegen meist am Stadtrand in Industriegebieten, abgeschottet und isoliert von der deutschen Mehrheitsbevölkerung.

    Flüchtlinge und BesucherInnen werden in Flüchtlingslagern kontrolliert und von Sicherheitspersonal "bewacht". Auch das Lager in der Industriestraße in Mannheim erinnert mit seiner Eingangsüberwachungsstruktur an ein Gefängnis. Die Lagerunterbringung ist zur politisch akzeptierten Normalität geworden. Diese Normalität müssen wir durchbrechen. In den letzten Wochen und Monaten kam es in vielen Flüchtlingslagern zu Protestaktionen gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen bis hin zum Hungerstreik. Wir erklären ausdrücklich unsere Solidarität mit den Kämpfen der Flüchtlinge und unterstützen ihre Forderungen: Für das Recht auf Wohnen statt Flüchtlingslager! Abschaffung der Arbeitsverbote! Bewegungsfreiheit statt Residenzpflicht! Existenzsicherung und Gesundheitsversorgung!

    Nur wenige Asylsuchende werden als Flüchtlinge anerkannt oder erhalten ein Abschiebeverbot. Selbst dies führt jedoch nicht zu einem sicheren Aufenthalt. Es besteht weiter die Gefahr eines Widerrufs des erreichten Aufenthaltsstatus und damit auch wieder die Gefahr der Abschiebung. Wem kein Aufenthaltsrecht zugesprochen wurde, wird sofort die Abschiebung angedroht.

    Die Abschiebehaft ist das härteste Sanktionsmittel für all diejenigen, denen nichts vorgeworfen werden kann, außer dass sie sich weigern, an ihrer eigenen Abschiebung, ihrer nicht freiwilligen Ausreise in das Land ihrer Folterer oder in ein Leben in Armut und Unterdrückung mitzuwirken. Selbst Minderjährige werden in Abschiebehaft genommen. In Baden-Württemberg ist der Abschiebeknast in Mannheim. Die Gefangenen haben nur eine Stunde Hofgang, erhalten kein Taschengeld. Sie können bis zu 18 Monaten in Abschiebehaft festgehalten werden. In der Abschiebehaft kommt es immer wieder zu Toten. Auch in Mannheim haben Abschiebehäftlinge schon versucht, sich aus Verzweiflung über die Inhaftierung oder aus Angst vor der Abschiebung das Leben zu nehmen. Wie in anderen Abschiebeknästen hat es auch in Mannheim schon Proteste gegen die Haftbedingungen gegeben -- verändert hat sich nichts. Wir fordern: Beseitigung der Abschiebehaft! Schließung aller Abschiebegefängnisse! Keine weiteren Abschiebungen! Keine Kriminalisierung der Flüchtlinge! Wer bleiben will, soll bleiben!

    Mit der ideologischen Rechtfertigung der Ungleichbehandlung von Flüchtlingen und dem damit verbundenen Rassismus in den Köpfen soll der notwendige Widerstand gegen die bestehenden Verhältnisse gespalten werden. Es existiert jedoch kein Gegensatz zwischen den hier lebenden Menschen aufgrund der Hautfarbe oder dem Herkunftsland, sondern zwischen den Herrschenden und den Unterdrückten. Kämpfen wir also gemeinsam gegen staatlichen Rassismus und für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg. Alle Sondergesetze gegen Flüchtlinge und MigrantInnen sind menschenverachtend und müssen vollständig aufgehoben werden.

    Die neue Grüne/SPD-Landesregierung in Baden-Württemberg hat in ihrem Regierungsprogramm u.a. die Absicht erklärt, die Lebenssituation von Flüchtlingen und AsylbewerberInnen zu verbessern. Es wurden die Abschaffung der Residenzpflicht, der ungehinderte Zugang zur medizinischen Versorgung und die Verbesserung der Unterbringungs- und Versorgungssituation angekündigt. Dies wären erste Schritte in die richtige Richtung. Die angekündigten Maßnahmen dürfen jedoch nicht nur Absichtserklärungen bleiben. Bis jetzt ist bei den Ausländerbehörden und den Regierungspräsidien noch nichts vom "neuen humanitären Geist" angekommen. Wir fordern die sofortige Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen.

    Am 8.5.2010 hat das regionale "Bündnis gegen Abschiebungen" in Karlsruhe gegen die Abschiebung von Roma ins Kosovo demonstriert und auf die unrühmliche Rolle des Regierungspräsidiums Karlsruhe bei den Massenabschiebungen aufmerksam gemacht. Bei der Demonstration in Mannheim sollen die Lagerpolitik und die Praxis der Abschiebehaft im Mittelpunkt unseres Protests stehen. Flüchtlingsrechte brauchen Taten und nicht nur Worte!

    Ein Unrecht an einem Menschen ist ein Unrecht gegen Alle! Gleiche Rechte für alle - die Welt gehört allen!

Sonntag, 25.09.

  • 14.30 Uhr
    Treffpunkt: Pleikartsförster Hof 4 (Bauernhof Martin Pfisterer)

    Begehung der Grünflächen, die dem Eppelheimer Olympia-Trainingszentrum weichen sollen

  • 20.00 Uhr
    [M]Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    Vokü der Roten Hilfe

Mittwoch, 28.09.

  • 19.30 Uhr
    [M]Volkshochschule, Bergheimer Str. 76

    "Umstrittene Erinnerung" -- Podiumsdiskussion zur Nakba-Ausstellung

Donnerstag, 29.09.

  • 18.00 Uhr
    [M]Zentrales Fachschaften-Büro, Albert-Ueberle-Straße 3-5

    Lesekreis Kritische Bildungswissenschaft

  • 19.30 Uhr
    [M]Volkshochschule, Bergheimer Str. 76

    "9/11: Im Namen der Sicherheit - 10 Jahre Krieg gegen den Terror und die Einschnitte im Innern" mit Elke Steven

Freitag, 30.09.

  • 19.30 Uhr
    [M]Stadtbücherei, Poststraße 15

    "Nachdenken tabu? - Kritische Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien zum 11. September" mit George Pumphrey