Café Alerta: "Frauen*streik" mit Brigitte Kiechle

Donnerstag, 10.10.2019 , 19:30

Cafe Gegendruck, Fischergasse 2 [Karte]

Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.

Beim Café Alerta, dem monatlichen Offenen Treffen der AIHD/iL, gibt es diesmal eine feministische Buchvorstellung mit Autorin Brigitte Kiechle, die das Buch "Frauen*streik: Die Welt steht still, wenn wir die Arbeit niederlegen" verfasst hat.

Es besteht heute unter vielen Feministinnen Übereinstimmung darüber, dass das "Projekt Frauenbefreiung" einen neuen Anlauf braucht. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ist es eine Herausforderung für emanzipatorische Bewegungen insgesamt, nicht nur das bereits Erkämpfte zu verteidigen, sondern kollektive Handlungsfähigkeit zu gewinnen und gesellschaftliche Alternativen umzusetzen. In diesem Zusammenhang kommt der Aktionsform "Frauenstreik" eine besondere Bedeutung zu. Ein Aufruf zu einem Frauenstreik wäre eine politisch richtige Antwort auf die aktuelle Rechtsentwicklung, den damit verbundenen zunehmenden Antifeminismus und roll-back in frauenpolitischen Fragen. Bereits 2017 gab es u.a. in Lateinamerika, USA und Polen Aufrufe zum Frauenstreik. Die Frauenbewegung wurde dadurch wieder zu einer wichtigen und sichtbaren gesellschaftlichen Akteurin. Die Streiks stellten mit der Zahl der Teilnehmerinnen sowie der frauenpolitischen Breite der Mobilisierungen alle bisherigen Proteste in den Schatten. Vor allem aber der Erfolg des Frauenstreiks am 8.3.2018 in Spanien hat dann auch Feministinnen in der BRD motiviert, das Thema Frauenstreik auf die Tagesordnung zu setzen. In diesem Buch wird das notwendige Hintergrundmaterial zur aktuell begonnenen Diskussion geliefert. Dazu gehören die Vorstellung und Analyse der bisherigen Frauenstreiks. Was waren jeweils die spezifischen Bedingungen, die zum Erfolg geführt haben und welche Lehren kann man daraus ziehen? Das 21. soll das Jahrhundert der Frauenbefreiung werden! Soll dieses Ziel umgesetzt werden, muss die weltweite feministische Bewegung auch in ihren Aktionsmitteln die Bescheidenheit aufgeben. Auch unter diesem Aspekt kommt dem Frauenstreik als internationale feministische Praxis strategische Bedeutung zu.


Wenn Kaffee trinken etwas verändern würde, wäre es verboten…

Um Antifaschismus in Heidelberg und in der Region leichter zugänglich zu machen, haben wir das Café Alerta! ins Leben gerufen. Bei einem leckeren Getränk und guter Musik kann sich über anstehende Aktionen informiert und neue Kontakte geknüpft werden. Des Weiteren werden im Rahmen des Cafés verschiedene Vorträge veranstaltet und Filme rund um das Thema Antifaschismus gezeigt. Im Endeffekt lebt ein antifaschistisches Café aber vom Input der Besucherinnen und Besucher. Du fühlst dich angesprochen? Dann komm vorbei und werde Teil der antifaschistischen Gegenkultur.

Raus aus den Zwängen der Gesellschaft? Rein ins Leben! Faschos in den Kaffee rotzen!

Café Alerta - das Offene Treffen der AIHD/iL. Immer am 2. Donnerstag im Monat!

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