Mobilisierungsveranstaltung: "Das WAR STARTS HERE-Camp gegen das Gefechtsübungszentrum in der Altmark"

    frieden  vortrag 

    Sonntag, 10.06.2012
    20.30 Uhr
    [M]Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    Auf dem GÜZ, einem 233 qkm großen Gelände zwischen Magdeburg und Salzwedel üben alle Bundeswehr- und KFor-Einheiten, die nach einem 14-tägigen Training direkt zu Auslandseinsätzen nach Afghanistan oder in den Kosovo geschickt werden. Terrorismusbekämpfung, Riot-Control und Boden-Gefechtsübungen werden in nachgebauten Dörfern mit nachgestellten Szenen und Schauspielern simuliert und trainiert. In diesem Jahr soll mit dem Ausbau einer Übungsstadt begonnen werden, die mit ca. 500 Häusern, Slums, Industriegebieten, U-Bahn-Tunneln etc. der optimalen Vorbereitung auf die urbane Aufstandsbekämpfung dient. Die militärische Begründung dazu: Konflikte werden sich zukünftig in Städten abspielen. Das GÜZ steht als private Dienstleistung von Rheinmetall und Co. auch den gesamten NATO-Staaten und European Gendarmerie Forces zur Verfügung.

    Am GÜZ manifestieren sich für uns die zukünftigen neo-kolonialen Strategien der NATO für neue Rohstoff- und Nahrungsmittelabsicherung für den Norden, Angriffskriege, Bekämpfung von Unruhen, Aufständen und Migrationen als Folge von Armut, Klimakatastrophen etc. ebenso wie die vernetzte Sicherheit und die zivil-militärische Zusammen-arbeit. Wir wollen auf diesem Camp Aktivist_innen aus verschiedenen Strömungen und Ländern zusammenbringen, denn wir brauchen ein gemeinsames Verständnis der aktuellen Situation der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaften. Um tatsächlich effektiven Widerstand im, gegen und über den Krieg hinaus aufzubauen, gilt es in Wort und Tat zu begreifen, womit wir es bei den "neuen" Kriegen zu tun haben. Wie breitet sich die Logik des Krieges derzeit aus, wer arbeitet daran auf welchen Ebenen und mit welchen Zielen? Klar ist: hinter den Kulissen wird daran gearbeitet und zwar fieberhaft. An diesem Abend werden wir über das GÜZ informieren, laufende Diskussionen vorstellen und möchten die Mobilisierung vorantreiben.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.