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Samstag, 25.01.

  • 12.00 Uhr
    Anatomiegarten

    Kundgebung mit Infostand: „Kein Krieg gegen den Iran!“

    „Kein Krieg gegen den Iran!“

    Wirtschaftsblockade beenden! Für die Rückkehr zum Atomabkommen

    Mord an führenden Personen Irans und Iraks, permanente Kriegsdrohungen und wahnwitzige Pläne zur Zerstörung historischen Kulturguts – die Politik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump droht auf einen neuen umfassenden Krieg zur imperialen Neuordnung des Nahen und Mittleren Osten zuzusteuern, einen Krieg der sich auf die gesamte Region und darüber hinaus ausweiten könnte.

    Seit US-Präsident Donald Trump im Mai 2018 das Wiener Atomabkommen, das die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat plus Deutschland im Juli 2015 mit Teheran geschlossen hatten, willkürlich aufgekündigt hat, eskaliert Washington den Konflikt mit dem Iran ständig weiter.

    Die europäischen Vertragspartner wollen zwar am Atomabkommen festhalten und versprachen, die durch den US-ameri­kanischen Rückzug entstandenen wirtschaftlichen Verluste Irans auszugleichen ‒ etwa über den europäischen Finanzmechanismus INSTEX, der unter anderem den Handel mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Medizinprodukten an den US-Blockaden vorbei erleichtern sollte. Er wurde bis heute jedoch nicht aktiv.

    EU ‒ kein echtes Engagement

    Die EU- Regierungen sind zu schwach bzw. nicht willens genug, sich der US-Politik entschiedener entgegenzustellen. Letztlich unterscheiden sich ihre Ziele gegenüber dem Iran auch nicht grundlegend von denen Trumps. Sie geißeln daher nicht etwa Washington für die Verschärfung des Konflikts, sondern fordern von Teheran neben der vollständigen Einhaltung des Abkommens, mehr „Entgegenkommen“. Darunter verstehen sie, wie die Trump-Administration, u.a. ein Ende der Unterstützung für die syrische Regierung und die Hisbollah im Libanon, sowie ‒ trotz massiver eigener Aufrüstung ‒ die Aufgabe seines ballistischen Raketenprogramms.

    Dies hat mit dem Atomabkommen nichts zu tun, an das der Iran sich auch nach Aufkündigung des Vertrags durch Trump lange gehalten hatte. Vom 16. Januar 2016 bis zum 14. Juni 2019 hat die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) dem UNO-Sicherheitsrat 15 Mal berichtet, dass der Iran allen seinen Verpflichtungen nachgekommen ist. Erst jetzt begann er, deren Einhaltung schrittweise zu reduzieren, wie es Artikel 36 des Atomabkommens einem Vertragspartner erlaubt, wenn die anderen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.

    Gegen Kriegsgefahr und Wirtschaftsblockade

    Der Drohnenmord am iranischen  General Soleimani und an irakischen Kommandeuren brachte die Region schon an den Rand des Krieges. Der als eine ihrer Folgen zu betrachtende tragische, irrtümliche Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs durch die iranische Flugabwehr forderte schon die ersten zivilen Opfer.

    Daneben bedroht auch der Wirtschaftskrieg gegen das Land die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Die Versorgungslage hat sich bereits drastisch verschlechtert, die Preise schnellen in die Höhe, spezielle Medikamente werden knapp.

    Wir verlangen von Deutschland und der EU in Zusammenarbeit mit Russland und China den Handels- und Finanzblockaden wirksam entgegen zu wirken.

    Die Bundesregierung muss sich endlich klar gegen die Kriegspolitik der USA stellen. Sie muss sofort die Nutzung der US-Basen >‒ insbesondere die der Air Base Ramstein ‒ für die völkerrechtswidrigen Aktivitäten in Deutschland untersagen und Truppen- und Materialtransporte sowie alle Kommandoeinsätze und Geheimdienstaktivitäten verbieten. Es ist höchste Zeit, das sogenannte Truppenstationierungsabkommen zu kündigen.

    Wir fordern einen Beschluss des Bundestages, der jegliche Unterstützung der Kriegspolitik der USA durch Deutschland untersagt. Alle deutschen Truppen müssen aus der Region abgezogen werden.

    Stoppen wir die Kriegstreiber! Der Staatsterrorismus muss beendet. Völkerrecht muss wieder gelten statt des Rechts des vermeintlich Stärkeren!

    Treten wir ein, für eine Friedens- und Sicherheitskonferenz im Nahen Osten unter Leitung  der UNO!

    Veranstalter:
    Friedensbündnis Heidelberg

Dienstag, 28.01.

  • 18.00 Uhr
    Medizinische Klinik, INF 410

    Ehrenamtliches Engagement von ÄrztInnen: Frau Dr. Gröschel im Einsatz mit den German Doctors

    Nach dem unglaublich spannenden Vortrag von Frau Dr. Schmidt von Ärzte ohne Grenzen geht unsere Vortragsreihe weiter, dieses mal führt sie euch nach Indien 🇮🇳 Wenn ihr euch schon immer gefragt habt, wie es ist, mit einer Hilfsorganisation im Ausland zu arbeiten und gerne mehr über das Engagement von den motivierten Ärztinnen und Ärzten wissen möchtet, ist der kommende Vortrag genau das Richtige für euch 👍🏼 Der Vortrag ist vom Stil her genau wie beim letzten Mal: Wir haben Frau Dr. Gröschel von den German Doctors für euch eingeladen, die über ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse in den Slums von Kalkutta, Indien, berichten wird 😉 Ihr habt dort die Chance, mehr über die Hilfsorganisation German Doctors sowie das Arbeiten im Ausland zu erfahren und im Anschluss an den Vortrag alle Rückfragen zu stellen, die euch auf der Seele brennen!

    Veranstalter:
    EMSA und Fachschaft Medizin.

Sonntag, 02.02.

  • 11.00 Uhr
    Kino Kamera

    Doku "Warum ich hier bin"

    Sondervorstellung am Sonntag, 02.02.2020, 11:00 Uhr, Kamera

    "Wir begrüßen die Regisseurinnen Mieko Azuma & Susanne Quester, sowie den Heidelberger Produzenten Wolfgang Latteyer

    Fünf Menschen unterschiedlichen Alters erzählen, warum sie als Kinder ihre Heimat verlassen mussten und wie es für sie war, ganz neu in Deutschland anzufangen: Leila aus Bosnien, Frau Schiller aus Ostpreußen, Lena aus Japan, Cacau aus Brasilien und Ahmad aus Syrien. (mandarinenfilm)" (http://www.gloria-kamera-kinos.de/sondervorstellungen.php)

    http://warumichhierbin.de/en/why-i-am-here/

Mittwoch, 12.02.

  • 19.00 Uhr
    Medizinische Klinik, INF 410

    Ehrenamtliches Engagement von ÄrztInnen: Prof. Dr. Trabert über die Gesundheitsversorgung auf der Flucht

    Auch für den dritten Vortrag der Reihe haben wir einen super engagierten Arzt für euch eingeladen, Herrn Prof. Dr. Trabert. Ihr schaut gerne über den Tellerrand und seid interessiert, was das internationale Engagement von Ärzten angeht? 🌍 Viele haben schon erste Eindrücke von inländischen Krankenhäusern gesammelt, aber habt ihr euch jemals überlegt, wie man am besten Menschen auf der Flucht vor Krieg, Armut und Naturkatastrophen versorgt? 🤔 In unserem Vortrag erfahrt ihr mehr über die Herausforderungen und Schwierigkeiten, denen sich die motivierten Ärztinnen und Ärzte tagtäglich stellen um den Menschen auf der Flucht helfen zu können. Im Anschluss an den Vortrag ist wie auch bei den vorherigen unserer Vortragsreihe Zeit für Rückfragen.

    Veranstalter:
    EMSA und Fachschaft Medizin.

Samstag, 15.02.

  • Demo "Für Demokratie und Gerechtigkeit in Togo! Gegen Umweltzerstörung!"

    Demonstration am 15. Februar 2020 in Heidelberg

    Für Demokratie und Gerechtigkeit in Togo! Keine Zerstörung der Umwelt in Togo durch den Phosphatabbau! Über die Politik in Togo, der Rolle der EU, Ausbeutung von Rohstoffen und die Folgen der Umweltzerstörung in Westafrika. Aufruf der togoischen Diaspora!

    Warum demonstrieren wir in Heidelberg?

    Am 22.02.2020 werden in Togo Wahlen stattfinden. Erneut tritt Präsident Faure Gnassingbé bei der Wahl an. Er regiert seit 15 Jahren und ist aktuell Westafrikas einziger Langzeitherrscher. Die Macht des Gnassingbé-Systems wird u.a. durch politische und wirtschaftliche Unterstützung Europas stabilisiert. Eyadema Gnassingbé putschte sich 1967 an die Macht. Langjährige Proteste haben an den Machtverhältnissen bislang wenig verändert. 2005 übernahm der Sohn Faure Gnassigbé mit Gewalt bei dem es zu mehr als 800 Toten kam, die Macht im Land. Mehr als 20.000 Menschen flohen damals wegen politischer Verfolgung. Die aktuelle Demokratiebewegung in Togo will ein Ende der Familie-Dynastie. Aus diesem Grund ruft das Netzwerk der togoischen Diaspora und Unterstützer*innen im Februar 2020 nach Heidelberg zur Demonstration auf. Heidelberg wurde deshalb ausgewählt, weil HeidelbergCement, einer der größten Investoren in Togo maßgeblichen ökonomischen Einfluss in Togo hat.

    Rohstoffe und Umwelt: Zu den wichtigsten Exportgütern Togos zählen Kalziumphosphate und Zement. Togo verfügt über das viertgrößten Phosphatvorkommen der Welt. So liegt auf dem ersten Platz des Exporterlöses von Togo, Phosphat und Zement. 90 Prozent des togoischen Phosphats gehen nach Indien, zu einem Vorzugspreis 10 Prozent unter dem Weltmarktpreis. Sie werden dort weiterverarbeitet. Am Abbau des Erzes in Togo ist die Firma HeidelbergCement beteiligt.

    HeidelbergCement investierte 250 Millionen US-Dollar in ein neues Klinkerwerk in Tabligbo und in eine Zementmahlanlage in Dapaong. So positioniert sich HeidelbergCement, der zweitgrößte Zementhersteller der Welt, um eine Schlüsselrolle im Bausektor in Westafrika übernehmen zu können. Togo exportierte 2018 eine Million Tonnen Phosphat im Jahr. Zwei, drei Millionen sind möglich. Verlierer des Phosphatabbaus sind die Menschen, Tiere und die Natur. Das abgebaute Erz wird mit Salzwasser aus dem Atlantik gewaschen und in diesen wieder zurück geleitet. Das Wasser an der Westküste ist gelb gefärbt, die Strände ebenfalls. Die eingeleitete Brühe der Mine zerstört das maritime Ökosystems. Der erlaubte Phosphatgehalt pro Liter Wasser wird um ein Vielfaches überschritten. Fische und Meerestiere sind mit Blei und Cadmium verseucht. Um die Umweltverschmutzung zu stoppen bräuchte es eine Sanierung der Fabrik und eine Wasseraufbereitungsanlage. Doch Vorschläge werden von Togos Behörden abgeblockt. Und so frisst sich der umweltzerstörende Tagesabbau vorwärts und verseucht weiterhin die Umwelt. Eine Entschädigung an die vom Tagebau betroffenen Menschen gibt es scheinbar nicht.

    Die Produktion von Zement verursacht etwa fünf Prozent des CO2-Ausstoßes aller Industie- und Verbrennungsprozesse. In acht Ländern südlich der Sahara ist HeidelbergCement aktiv mit einer Zementkapazität von 10 Mio. Tonnen im Jahr. Zusätzlich muss betont werden, dass weltweit der Rohstoff Sand immer knapper wird. Mit 40 bis 50 Milliarden Tonnen pro Jahr sei Sand der wichtigste Handelsrohstoff weltweit, teilt das UNO-Umweltprogramm mit. Darunter leiden Flüsse, Deltas und Küsten mit fatalen Folgen für die Natur.

    Phosphatabbau und Gnassingbé-System: In der Presse wird berichtet, dass unter dem Vater Eyadema Gnassingbé des jetzigen Präsidenten ein Drittel der Einnahmen aus dem Phosphat direkt an den Präsidenten und seinen marokkanischen Wirtschaftsberater flossen. Und scheinbar hat sich daran bis heute wenig geändert. Hier herrscht Klärungsbedarf. Millionen US-Dollar für einen Langzeitherrscher mit dem das Gnassinbé-System die Opposition im Land unterdrückt und so seine Macht stabilisiert.

    Protest, Repression und Flucht: Das Netzwerk für die Koordinierung der unabhängigen togoischen Diaspora ruft zum gewaltfreien Widerstand auf und betont, dass die Regierung in Togo einseitig im Interesse multinationaler Konzerne und Banken handelt, das zu Nachteilen der Bevölkerung und der Umwelt in Togo führt. Weltbank, IWF, die EU und weitere wirtschaftliche und politische Institutionen nehmen Einfluss auf das politische Geschehen in Togo. Sie alle tragen Verantwortung für die weitere Entwicklung und die Zukunft von Togo. Togo zählt zu den ärmsten Ländern Afrikas. Nach Angaben des World Food Programmes (WFP) haben 58 Prozent der Bevölkerung weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Es wird geschätzt, dass mehr als 36 Prozent der Einwohner über 15 Jahren weder lesen noch schreiben können. Patienten würden keine Basisversorgung mehr erhalten, junge Ärzte wandern ins Ausland ab. Etwa 60 % der Bevölkerung sind zwischen 14 und 64 Jahre alt, mit einer Arbeitslosenqoute von 65 Prozent. Es fehlen vor allem Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven.

    50 Jahre Diktatur durch die Gnassingbé-Familiendynastie sind genug! Togo braucht Demokratie und Gerechtigkeit! Die Opposition fordert faire Wahlen! Mehr Investitionen in das Gesundheitssystem und Bildung! Bekämpfung von Korruption! Soziale Projekte, die der Kriminalität den Boden entziehen.

    Am 15. Februar 2020 rufen wir zur Demonstration nach Heidelberg auf. Setzen wir uns gemeinsam für Demokratie, Gerechtigkeit und für die Umwelt in Togo ein!