Vortrag: "AIDS in Afrika: Grund zum Schwarzsehen, oder doch Licht am Ende des Tunnels?" mit Clemens Roll (Stuttgart)

    lokal  unimut 

    Donnerstag, 17.07.2003
    19.30 Uhr
    Emil-Julius-Gumbelraum, Karlstorbahnhof

    Von weltweit 42 Millionen Menschen, die mit HIV infiziert sind, leben fast 30 Millionen in Afrika. 9% der 15-49-jährigen AfrikanerInnen sind betroffen. AIDS ist damit das größte Gesundheitsproblem und die Haupttodesursache in Afrika. Die Erkrankung zählt somit zu den größten Entwicklungshemmnissen Afrikas, trifft sie doch vor allem die Altersgruppe, die für das Überleben der Familien und die ökonomische Entwicklung des Kontinents die Hauptverantwortung trägt.

    Die Folgen sind kaum absehbar. Nach Schätzungen der Weltbank wird allein die tansanische Regierung bis zum Jahr 2020 40 Millionen US$ ausgeben müssen, will sie die 27.000 an AIDS verstorbenen Lehrer ersetzten.

    Der Vortrag wird zunächst den Verlauf und die Ursachen der AIDS-Epidemie in Afrika skizzieren. Danach werden die sozio-ökonomischen Auswirkungen auf den Alltag in den afrikanischen Ländern dargestellt.

    Zuletzt werden an konkreten Beispielen auf Länder- und Gemeindeebene erfolgreiche Wege aufgezeigt, die Rate der HIV-Infektionen nachhaltig zu senken.

    Veranstalter des Vortrags ist die 5%-Gruppe Heidelberg e.V., die seit 1992 ein Projekt in Agomanya, Ghana, fördert, das Prävention, Home-Based-Care an AIDS Erkrankter und Sterbender sowie die Unterstützung von Kindern, die ihre Eltern wegen AIDS verloren haben, beinhaltet.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.