"Die Namen der Nummern - Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS- Verbrechens zu identifizieren" mit Hans-Joachim Lang

    unimut 

    Donnerstag, 30.03.2006
    19.30 Uhr
    Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2

    Die VeranstalterInnen (Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma) schreiben:

    Im Jahr 1943 wurden im Auftrag der Wissenschaftsorganisation "Ahnenerbe" 86 ausgewählte jüdische Frauen und Männer im Konzentrationslager Natzweiler mit Giftgas getötet. Der Zweck der Morde: Die Skelette der Opfer sollten im Anatomischen Institut der "Reichsuniversität Straßburg" ausgestellt werden und in künftigen "judenfreien" Zeiten Forschungszwecken dienen.

    Der verantwortliche Mediziner war der Anatomie-Professor August Hirt, der vormals an der Universität Heidelberg gearbeitet hatte.

    Der Tübinger Journalist und Historiker Hans-Joachim Lang hat nach intensiven Recherchen den Ablauf des Verbrechens rekonstruiert, alle Ermordeten identifiziert und ihre Herkunft ermittelt.

    Das Ergebnis seiner Arbeit erschien im Jahr 2004 in Buchform. Hans-Joachim Lang wird an diesem Abend die historischen Hintergründe des Verbrechens schildern und über seine Suche nach den "Namen der Nummern" berichten.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.