Demo zum internationalen Frauentag, anschließend Veranstaltung im Jubez

    unimut 

    Montag, 08.03.2004
    17.00 Uhr
    Karlsruhe, Ludwigsplatz

    Aus dem Demoaufruf:

    Zum Internationalen Frauentag 2004 ziehen wir Bilanz:

    Unter dem Begriff Agenda 2010 wird die härteste Sozialabbau seit dem 2. Weltkrieg durchgeführt. Er bedeutet für viele Frauen mit ihren Familien Verschlechterung der Gesundheitsversorgung, Altersarmut, Kinderarmut, zunehmende Abhängigkeit von Sozialhilfe, Abstrafung von Alleinerziehenden durch die Steuerreform und eine Abhängigkeit von der finanziellen Untestüzung durch den Mann.

    Mit dem Ausverkauf staatlicher Einrichtungen, Steuergeschenken an Reiche und mit milliardenschweren Subventionen an die Großkonzerne werden die öffentlichen Haushalte ganzer Länder ausgeplündert. In vielen Ländern werden Kriege entfacht, für deren Begründung die Unterdrückung der Frauen in diesen Ländern missbraucht wird. Diese Untedrückung besteht bis heute fort und hat unter den Vorzeichen des Krieges an Brutalität zugenommen. Frauen, die vor der Unterdürckung in ihren Ländern fliehen, wird bis heute in Deutschland das Asylrecht aufgrund ihrer frauenspezifischen Verfolgung verweigert.

    Weltweit werden Freihandelszonen errichtet, in denen Frauen und Mädchen gezwungen sind, in weltweit geduldeter Rechtslosigkeit bis zu zwölf Stunden täglich unter den Mindestlöhnen zu arbeiten. Frauen werden täglich in allen Ländern der Welt Opfer von körperlicher Gewalt und Vergewaltigung.

    Wir stellen fest, dass weltweit die Rechte und Bedürfnisse von Frauen nicht vertreten, sondern mit Füßen getreten werden, während sich Politiker und führende Personen aus der Wirtschaft die sogenannte Gleichstellung von Mann und Frau vollmundig auf ihre Fahnen schreiben.

    Wir rufen alle Frauen auf, sich mit uns zu organisieren und für unser Leben und unsere Recht zu kämpfen, sich mit den vielfältigen Protestbewegungen auf der ganzen Welt im Kampf zu verbinden und sich auf die vollmundigen Versprechen der Herrschenden nicht mehr zu verlassen. Wir stellen uns eine Welt vor, in der unser Leben geprägt ist von Frieden zwischen den Völkern, Solidarität, Freiheit, Zeit für alle unsere Bedürfnisse, Lebenssicherheit für alle, persönlicher und beruflicher Erfüllung Emanzipation der Menschen, echter Demokratie im gesellschaftlichen Leben...

    Wir rufen euch auf, kämpft mit uns für eine neue Welt! Für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg!

    VeranstalterInnen: Frauentagsbündnis Karlsruhe und Jubez

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.