S II Forum: Schnittstelle Mensch - Was spricht für eine "Lebens-Geistes-Wissenschaft"? Diskussion

    soziales  unimut 

    Donnerstag, 10.01.2008
    17.05 Uhr
    SWR2 (UKW 88.8)

    Gesprächsleitung: Dietrich Brants

    Es diskutieren drei Professoren der Universität Tübingen:

    Prof. Dr. phil. Niels Birbaumer, Institut für Medizinische Psychologie;

    Prof. Dr. med. Johannes Dichgans, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung;

    Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, Internationale Literaturen, Neuphilologische Fakultät

    Wie können die alten Geistes- und die erfolgreichen Lebenswissenschaften zum gegenseitigen Nutzen kooperieren? Ökonomen würden fragen: Wo bleiben die Synergie-Effekte? Zu finden sind sie zum Beispiel in einer Forschungs-Arbeit über "Musils Werk im Licht der Hirnforschung". Oder wenn der Humor aus neurophysiologischer Sicht betrachtet wird. Wenn nach einem "Sprachgen" gesucht wird, um die Evolution der Sprache und die Funktion von Literatur neu zu beschreiben. Oder wenn Musikalität biologisch erfasst wird: als Hirnaktivität. Solche Fragestellungen waren traditionell Probleme der Geisteswissenschaftler und werden zunehmend von Naturwissenschaftlern bearbeitet - und zwar bevorzugt von solchen, die zur "Lebens-Wissenschaft" zählen. An der Universität Tübingen wird der Versuch unternehmen, die Disziplinen gegenseitig fruchtbar zu machen. Weshalb? Und: Wie kann man das organisieren? Das bleibt - wie es sich für Wissenschaftler gehört - diskutabel.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.