Workshop: Clean Clothes und Fair Trade – Wie Geschäft und Soziales zusammengehen

    Donnerstag, 13.02.2014
    19.00 Uhr
    ZEP, Zeppelinstraße 1, Heidelberg

    Clean Clothes und Fair Trade – Wie Geschäft und Soziales zusammengehen

    An Berichten über katastrophale Arbeitsbedingungen und Löhne von denen kein Mensch leben kann, herrscht kein Mangel. Anfang diesen Jahres erfuhr man, dass Textilarbeiter in Kambodscha, die für einen höheren Mindestlohn streikten, blutig niedergeschlagen und mit einer Anhebung auf 95 Dollar abgespeist wurden. Letztes Jahr machten die Textilunternehmen in Bangladesch Negativschlagzeilen, als mehrfach Hochhäuser einstürzten und zahlreiche Näherinnen starben. Man erfuhr im Zuge der Berichterstattung, dass dort Hungerlöhne und Arbeitshetze zum Alltag gehören. Der dortige Staat hat Gewerkschaften bis Mitte letzten Jahres verboten und Hungerlöhne sowie mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen zugelassen.

    Warum die großen Textilunternehmen in Ländern wie Bangladesch „Knochenarbeit“ (Spiegel) stattfinden lassen, dazu gibt es unterschiedliche Erklärungen: Die einen sagen, es läge daran, dass Produzenten wie Konsumenten nur auf den Preis schauen, andere behaupten, es läge am staatlichen Wegschauen.

    Auf dem Workshop sollen die verschiedenen Erklärungen und die aus ihnen folgenden Vorschläge für die Praxis auf ihre Richtigkeit hin geprüft werden – denn entsprechend der Erklärungen sieht auch die Praxis aus: Die einen wollen die Wirtschaft sozialer machen, etwa durch Kaufboykott-Aktionen und die Entscheidung, fair produzierte Kleidung und fair gehandelte Lebensmittel zu kaufen, andere rufen nach Arbeitnehmerschutzgesetzen und höheren Mindestlöhnen.

    Dabei soll es auch um die Fragen gehen:

    • nach welchem Grundsatz faire Löhne gezahlt werden
    • was „fair“ überhaupt heißt woher es kommt, dass die Forderung nach fairer Produktion ständig aufs Neue aufkommt
    • ob der Konsument mit seiner Kaufentscheidung bessere Bezahlung sicherstellen kann
    • warum es von großen Unternehmen soziale Selbstverpflichtungserklärungen gibt und
    • warum sie doch nichts nützen warum Firmen aus Hochlohnländern wie der EU anderswo Niedrigstlöhne zahlen.

    Der Workshop ist eine Kooperation der Falken Heidelberg und der Gruppe "In bester Gesellschaft".

    Er ist Teil einer landesweiten Vortragsreihe verschiedener Falken Ortsverbände.

    Infos dazu findet ihr hier: http://antikapitalismusbw.blogsport.de/

    Die Veranstaltungsreihe auf Facebook findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/536308933179442/

    Die Vortragsreihe soll auch als Vorbereitung auf ein Seminarwochenende dienen: https://www.facebook.com/events/780923558641122/.

    Wer die Gruppe "In bester Gesellschaft" noch nicht kennt: http://inbestergesellschaft.wordpress.com/

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.