Krise und sozialer Kampf: „Klasse gemacht! Beiträge zur Aktualität der Klassentheorie“ von und mit Slave Cubela (Buchvorstellung und Diskussion)

    Samstag, 11.10.2014
    18.00 Uhr
    Wild West / Alphornstr. 38 / Mannheim

    Krise und sozialer Kampf

    get up! lädt euch ein zur Vorstellung des Buches „Klasse gemacht! Beiträge zur Aktualität der Klassentheorie“ von und mit Slave Cubela.

    Seit 2008 hat die Weltwirtschaftskrise weltweit neben immer mieseren Lebensbedingungen für alle auch soziale Kämpfe, und eine Debatte um diese befeuert. Cubela wählt hier eine Perspektive, in der er Krise, sozialen Kampf und die Kritik der politischen Ökonomie zusammen denkt.

    In seinen Aufsätzen fragt er u.a.: Welches Verhältnis besteht zwischen Wirtschaftskrisen und sozialen Kämpfen? Welche Chance bietet eine Weltwirtschaftskrise aus emanzipatorischer Sicht? Wie ist es zu dieser Krise der Arbeiter_innenklasse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gekommen? Und – last but not least: Wie könnte eine neue, globale Klassentheorie des »Planet der Slums« (Davis) aussehen?

    Sozialdemokratie und Leninismus sahen die Arbeiterinnenklasse stets als objektiv vorhandene Masse, der man nur durch die richtige Führung der Partei das richtige Bewusstsein beibringen müsse. Dem widerspricht Cubela: Klasse und Klassenbewusstsein entstehen anhand eigener und kollektiver Erfahrungen, die in konkreten Kämpfen gemacht, verarbeitet und tradiert werden. Das Spannende daran ist: Wie laufen solche Klassenbildungsprozesse ab? Und wie tragen die Menschen mit ihren Kämpfen und ganz alltäglichen Handlungen dazu bei, „Klasse zu machen“?

    Wir laden euch ein, zusammen mit Slave und uns auf der Basis zwei seiner Texte zu diskutieren: „Krise und sozialer Kampf“ und „Treibhausblüten – Warum eine schwere Weltwirtschaftskrise der Linken Hoffnung machen kann“.

    Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Vortrags- und Aktionsreihe, in der wir uns mit der kapitalistischen Krise und sozialen Kämpfen von links, aber auch mit rechten und reaktionären Krisenphänomenen auseinandersetzen werden.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.