Filmreihe zum Thema Antiziganismus

    Mittwoch, 16.05.2012
    20.00 Uhr
    Ethnologisches Institut, Sandgasse 7 Heidelberg, Raum 0019 (Erdgeschoss)

    TATORT : ARMER NANOSH Erstausstrahlung: 9. Juli 1989 (Staffel 1, Folge 220) Im Anschluss an den Film findet eine Diskussionsrunde statt. Diskussionsbeitrag: - Esther Dischereit (Interkulturelle Trainerin, Journalistin, Schriftstellerin) - Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma –angefragt

    Kritik Die Krimifolge nach einem Drehbuch von Martin Walser und Asta Scheib wurde damals vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma als vorurteilsbeladen kritisiert. Der Schriftstellers Martin Walser geriet auch durch seine Friedenspreisrede am 11. Oktober 1998 in die Kritik. Siehe Bubis-Walser-Debatte: Bsp.: http://www.hagalil.com/antisemitismus/deutschland/walser-1.htm

    Inhalt Die Hauptkommissare Paul Stoever und Peter Brockmüller sind auf der Suche nach dem Mörder der Malerin Ragna Juhl. Der Verdacht fällt auf Valentin Sander, einen angesehenen Bürger und Kaufhauseigentümer, und seinen Sohn Georg. Valentin Sander ist seit der Tat verschwunden. Die Herkunft des Verdächtigen rückt in den Mittelpunkt: Valentin war Sinto mit dem Namen Nanosh Steinberger, bevor er von dem reichen Kaufmann Sander adoptiert und damit vor der Deportation durch die Nationalsozialisten gerettet wurde.Sein leiblicher Onkel Yanko will immer noch, dass er Sinti bleibt und die Sippe übernimmt. Die Kommissare geraten in ein mörderisches Duell aus Hass und Verachtung. Für Valentin Sander ist aus dem Kriminalfall Ragna Juhl ein existenzgefährdendes Ringen um die eigene Identität geworden. Ihm ist eine tödliche Falle gestellt worden: Die Verbrechen, die während der Zeit des Dritten Reiches an den Sinti begangen wurden, verjähren nicht.

    Wir bitten um die Bekanntmachung dieser Veranstaltung!

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.