Mittwoch, 21.10.

  • 19.00 Uhr [M]Volkshochschule, Bergheimer Str. 76

    Vortrag: „Die Geheime Staatspolizei in Heidelberg – Organisation, Personal und Tätigkeit“ mit Julia Franke

    bwohl die Geheime Staatspolizei (Gestapo) in Heidelberg – wie auch in anderen Städten – als regionaler Repressionsakteur gilt, wurde ihr in der Forschung bisher wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dies liegt an der schwierigen, durch Vernichtung der Akten entstandenen, Quellenlage, anhand welcher kaum mehr Aussagen zu Ermittlungen und Verfolgung der Opfer zu treffen sind. Dennoch konnten Akten gefunden werden, durch die das Personal und die Tätigkeit der Gestapo in Heidelberg skizziert sowie regionale Verfolgung aus Täterperspektive dargestellt werden kann. Der Vortrag soll einen Überblick über die Organisation, das Personal sowie die Tätigkeitsbereiche der Gestapo in Heidelberg geben.

    Julia Franke studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg und beschäftigte sich im Rahmen einer hilfswissenschaftlichen Tätigkeit und in ihrer Masterarbeit mit der Gestapo Heidelberg und regionaler NS-Geschichte.

Sonntag, 01.11.

  • 13.45 Uhr Bergfriedhof Heidelberg (Treffpunkt am Krematorium)

    Gedenken an die von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfer*innen

    Wie jedes Jahr am 1. November ruft die VVN-BdA Heidelberg zusammen mit dem DGB Heidelberg Rhein-Neckar zum Gedenken am Mahnmal für die von den Nazis ermordeten WiderstandskämpferInnen auf dem Bergfriedhof auf. Mit Redebeiträgen und musikalischer Umrahmung wird an diese mutigen Antifaschist*innen erinnert und an alle anderen Menschen, die von den Nazis verfolgt wurden, weil sie nicht in deren Weltbild passten. Der Schwerpunkt in diesem Jahr liegt auf dem Widerstand von Deserteuren und anderen Aktivist*innen, die sich dem brutalen NS-Vernichtungskrieg entgegenstellten.

    Treffpunkt am 1. November 2025 ist um 13.45 Uhr vor dem Krematorium auf dem Bergfriedhof, um von dort um 14.00 Uhr gemeinsam zum Mahnmal zu gehen.

    An dem 1950 eingeweihten Mahnmal ruhen 27 hingerichtete Antifaschist*innen, darunter zehn Mitglieder der Vorbote-Gruppe um Georg Lechleiter aus Mannheim und Heidelberg, die vor 80 Jahren – am 15. September 1942 bzw. am 24. Februar 1943 – von den Nazis in Stuttgart ermordet wurden. Ebenso liegen hier der Heidelberger Antifaschist Heinrich Fehrentz und weitere Aktivisten aus Süddeutschland, aber auch Widerstandskämpfer aus dem Elsass und der Tschechischen Republik.

Mittwoch, 04.11.

  • 19.00 Uhr [M]Volkshochschule, Bergheimer Str. 76

    Vortrag „Für Spanien – gegen Hitler. Deutsche im bewaffneten Kampf gegen den Faschismus“ mit Ewald P. Schulz

    Vortrag „Für Spanien – gegen Hitler. Die Geschichte der ersten Deutschen im bewaffneten Kampf gegen den Faschismus“ mit Ewald P. Schulz (Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik, KFSR)

    Vor 90 Jahren putschten faschistische Generäle gegen die demokratische Regierung der Spanischen Republik. Doch das Volk setzte sich gegen die Militärs zur Wehr. Vom ersten Tag an waren auch Deutsche an der Verteidigung der Republik beteiligt. Sie waren die ersten Deutschen im bewaffneten Kampf gegen den Faschismus. Der Vortrag erzählt ihre Geschichte, zeichnet ihre Schicksale nach und beleuchtet die Auswirkungen des Spanischen Krieges bis in die heutige Zeit.

    Organisiert von VVN-BdA in Kooperation mit SJD-Die Falken