18.00 Uhr
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2
1944 wird im Auftrag der SS im „Judendurchgangslager“ Westerbork in den besetzten Niederlanden ein Film gedreht. Auch die Abfertigung eines Zuges, der fast 1000 Personen nach Bergen-Belsen und Auschwitz deportiert, wird aufgezeichnet. 1956 verwendet der französische Filmregisseur Alain Resnais Einstellungen dieser Szenen in seinem Film „Nuit et Brouillard“ (Nacht und Nebel). Damit beginnt eine Bilderreise, die Fabian Schmidt in seinem Buch „Der Westerborkfilm: Bilderwanderung und Holocaust-Erinnerung“ untersucht. Seine Ergebnisse stellt er am Donnerstag, 7. Mai, um 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma vor und wird dabei auch Szenen aus dem Film zeigen. Der Eintritt ist frei.
mehr Infos: https://dokuzentrum.sintiundroma.de/der-westerborkfilm/
19.00 Uhr Murx, Oberbadgasse 6, 69117 Heidelberg
Die Geschichte des Klassenkampfes in Deutschland ist reich an historischen Lehren, die auch heute noch relevant sind. Anders als wir in der Schule, in den bürgerlichen Medien und von der reformistischen Führung der Gewerkschaften und Arbeiterparteien lernen, ist die Tradition und das Erbe der deutschen Arbeiterklasse nicht von Sozialpartnerschaft und bitteren Kompromissen geprägt, sondern von energischem und heldenhaftem Klassenkampf. Von Marx und Engels bis Luxemburg und Liebknecht ist unsere Geschichte reich und revolutionär. Doch welche Bedeutung hat sie heute? Und welche Perspektiven bietet der Klassenkampf in Deutschland in der kommenden Periode? Komm zu unserem offenen Treffen am Montag 11. Mai, im Murx e.V., um zu hören und zu diskutieren, was wir, die RKP, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Klassenkampfes in Europas größter Volkswirtschaft sagen und was Sozialismus in Deutschland für die Arbeiterklasse hier und die Welt bedeuten würde.
Wann: Jeden 1. Sonntag im Monat, zwischen 15 und 19:30 Uhr
Wo: Murx, Oberbadgasse 6, 69117 Heidelberg
ÖPNV: Rathaus/Bergbahn, Heidelberg oder Alte Brücke, Heidelberg
Barrierefreiheit: Weitgehend barrierearm für Menschen im Rollstuhl
11.15 Uhr Treffpunkt: Hauptbahnhof HD
Das KZ Osthofen bei Worms war vom Frühjahr 1933 bis Herbst 1934 eines der frühen KZs, in denen politische Gegner*innen der Nazis engesperrt, gedemütigt und brutal misshandelt wurden. Die aus Hessen stammenden Häftlinge gehörten großteils der KPD, teilweise auch der SPD, den Gewerkschaften oder anderen Orgnaisationen der Arbeiter*innenbewegung an. Für viele von ihnen war die Inhaftierung in der ehemaligen Fabrik in Osthofen nur der Auftakt einer 12 Jahre anhaltenden Verfolgung.
Mit der S-Bahn wollen wir zusammen die KZ-Gedenkstätte Osthofen besuchen. Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände gibt es ausreichend Zeit, um in Kleingruppen die beeindruckende Dauerausstellung zu den KZs Osthofen und Hinzert anzusehen und die aktuelle Ausstellung "Die Verleugneten" zu bsuchen. Am späten Nachmittag fahren wir gemeinsam zurück.
Veranstaltet von: VVN-BdA HD, VVN-BdA MA, AIHD und ROSA Hochschulgruppe
19.00 Uhr
Volkshochschule, Bergheimer Str. 76
Die anatomischen Institute waren am Unrecht der Diktatur beteiligt, indem insbesondere in den Kriegsjahren Leichen von NS-Opfern zu Forschungs- und Lehrzwecken dorthin gelangten. Am Heidelberger Beispiel erläutert der Vortrag, wie sich die Praxis der Einlieferung von Leichen seit 1933 veränderte, und zeigt auf, dass zu den betroffenen Opfern nicht nur Angehörige politischer Widerstandsgruppen gehörten, sondern in größerer Zahl auch als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Kleinkriminelle sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.