Sonntag, 17.05.

  • 11.15 Uhr Treffpunkt: Hauptbahnhof HD

    Gemeinsame Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Osthofen

    Das KZ Osthofen bei Worms war vom Frühjahr 1933 bis Herbst 1934 eines der frühen KZs, in denen politische Gegner*innen der Nazis engesperrt, gedemütigt und brutal misshandelt wurden. Die aus Hessen stammenden Häftlinge gehörten großteils der KPD, teilweise auch der SPD, den Gewerkschaften oder anderen Orgnaisationen der Arbeiter*innenbewegung an. Für viele von ihnen war die Inhaftierung in der ehemaligen Fabrik in Osthofen nur der Auftakt einer 12 Jahre anhaltenden Verfolgung.

    Mit der S-Bahn wollen wir zusammen die KZ-Gedenkstätte Osthofen besuchen. Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände gibt es ausreichend Zeit, um in Kleingruppen die beeindruckende Dauerausstellung zu den KZs Osthofen und Hinzert anzusehen und die aktuelle Ausstellung "Die Verleugneten" zu bsuchen. Am späten Nachmittag fahren wir gemeinsam zurück.

    Veranstaltet von: VVN-BdA HD, VVN-BdA MA, AIHD und ROSA Hochschulgruppe

Mittwoch, 20.05.

  • 19.00 Uhr [M]Volkshochschule, Bergheimer Str. 76

    Vortrag: „Die Leicheneinlieferungen in die Heidelberger Anatomie 1933-1945. Vorstellung einer Datenbank im Rahmen eines Projekts der Erinnerung an marginalisierte NS-Verfolgungsopfer.“ mit Sara Doll und Frank Engehausen

    Die anatomischen Institute waren am Unrecht der Diktatur beteiligt, indem insbesondere in den Kriegsjahren Leichen von NS-Opfern zu Forschungs- und Lehrzwecken dorthin gelangten. Am Heidelberger Beispiel erläutert der Vortrag, wie sich die Praxis der Einlieferung von Leichen seit 1933 veränderte, und zeigt auf, dass zu den betroffenen Opfern nicht nur Angehörige politischer Widerstandsgruppen gehörten, sondern in größerer Zahl auch als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Kleinkriminelle sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

    ReferentInnen:
    Dr. Sara Doll, Kuratorin der Anatomischen Sammlung und Präparationstechnische Assistentin im Fachbereich Medizin und Prof. Dr. Frank Engehausen vom Historischen Seminar der Universität Heidelberg.
    Veranstalter:
    Initiative Stolpersteine Heidelberg in Kooperation mit dem Heidelberger Geschichtsverein.