Am 25.7.1924...

In Wien wird der Film „Die Stadt ohne Juden“ uraufgeführt, in dem eine Obrigkeit eine antisemitische Stimmung in der Bevölkerung zur Regierungsführung schürt und nutzt. Er zeigt dann Szenen der Vertreibung einer jüdischen Minderheit sowie eines folgenden wirtschaftlichen und kulturellen Niedergangs – und nicht zuletzt treten Bierhallen an die Stelle von Konditoreien. Im Film fordert und erreicht die Mehrheitsbevölkerung schließlich die Rückkehr der JüdInnen, Während Konservative über die Erzählung empört sind und Aufführungen angreifen oder verbieten lassen, kritisieren fortschrittliche Kräfte den Film, da er antisemitische Stereotype aufnahm und handwerklich schlecht gemacht war (vgl. auch 26.3.1925).


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